Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge schläft der Mensch im Durchschnitt gute sieben Stunden. Das würde für einen Erwachsenen ausreichen. Aber viele Menschen leiden heute an Schlafstörungen und Schlaflosigkeit. Allein in Deutschland sind 20 bis 30 Prozent davon betroffen. Von den Schichtarbeitern sind es sogar 95 Prozent, die über Schlafstörungen klagen. Rund ein Viertel der Bevölkerung müsste - medizinisch gesehen - behandelt werden. Immerhin können Schlafprobleme, abgesehen von den Einschränkungen in der Konzentration, in schweren Fällen zu chronischen körperlichen und psychischen Erkrankungen führen. Was können wir dagegen tun?
In den meisten Fällen sind es einfache Maßnahmen, mit denen eine deutliche Besserung der Schlafsituation erzielt werden kann. So empfiehlt Dr. Ralf Fischbach, Internist und medizinischer Vorstand der Qualimedic AG, zu allererst die Entfernung schlafstörender technischer Geräte wie Fernseher oder Computer aus dem Schlafzimmer.
Wenn das nicht ausreicht, sind es die alten Hausmittel wie Baldrian, Melisse oder ganz einfach nur warme Füße, die helfen. Bei schweren Schlafstörungen allerdings sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
In der Regel wendet dieser eine kombinierte Methode aus Verhaltenstherapie, Medikamentengabe und mechanisch-physikalischen Atemhilfen an. Wie die Statistik zeigt, kann dadurch in mehr als 80 Prozent der Fälle eine nachhaltige Besserung erzielt werden.
Christen sind in der glücklichen Situation, dass sie alle ihre Sorgen und Nöte des Tages Gott abgeben können. „Alle eure Sorge werfet auf ihn." heißt es in der Bibel. Wer das kann und praktiziert, ist allemal gut dran.
Darüber hinaus können schlaflose Nächte für einen Christen oftmals sogar als Geschenk angesehen werden, wodurch er Zeit erhält für das Gebet. Sehr oft ist die entspannte Haltung eines solchen Gebetes die beste Einschlaftherapie.
Davon spricht auch Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie. Sein Begriff der „paradoxen Intention" geht davon aus, dass es hilfreich sein kann, das Gegenteil dessen zu denken, was man eigentlich vorhat.
Bezogen auf das Einschlafen bedeutet das, dass ich denke, ich muss gar nicht schlafen. Ich kann diese Zeit nutzen für das Gebet. Mit einer solchen Denkweise lenken wir uns von einem zwanghaften Verhalten ab und eröffnen dadurch die Chance zum Einschlafen.
So gäbe es noch eine ganze Reihe von guten Tipps für den besseren Schlaf. Angefangen von der Musik eines Johann Sebastian Bach, der seine „Goldberg-Variationen" als „Einschlafhilfe" komponiert hat, bis hin zur günstigen Temperatur im Schlafzimmer, die für die meisten Menschen bei nicht mehr als 13 °C liegt.
Auf die allereinfachste Hilfe weist uns das bekannte Sprichwort hin, in dem es heißt: „Ein reines Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen!"
Wiederum sind es die Christen, die den Weg zum reinen Gewissen am besten kennen sollten. Indem sie tun, was für ihr Christsein ohnehin Voraussetzung ist, finden sie gleichzeitig den Frieden für ihren Schlaf und die beste Grundlage für das wahre Glück in ihrem Leben.